Bei der Verwendung von Honeypot Konten, sollten folgende Punkte beachtet werden.
1. Ältere Konten verwenden
Verwenden Sie ein älteres Konto, das ursprünglich für andere Zwecke eingerichtet wurde und nun als Honeypot fungieren kann. Wichtig ist dabei, dass das Konto aktiv mit einem realen Benutzer verknüpft ist und über längere Zeit hinweg gelegentlich genutzt wurde. Ein Konto, das keinerlei Aktivität aufweist oder keinen klar erkennbaren Besitzer hat, könnte für einen potenziellen Angreifer verdächtig erscheinen und damit seine Glaubwürdigkeit verlieren. Durch die Nutzung eines Kontos, das in der Vergangenheit bereits verwendet wurde, lässt sich der Eindruck erwecken, dass es sich um einen legitimen Zugang handelt, der in der Umgebung relevant ist.
2. Fake Anmeldungen an den Honeypot Konten
Um den Anschein eines aktiv genutzten Kontos zu verstärken, sollten Sie die regelmäßige Anmeldung automatisieren, zum Beispiel mithilfe eines Skripts oder einer anderen geeigneten Methode. Durch wiederkehrende Logins wird die Illusion eines kontinuierlich verwendeten Kontos erzeugt, auch wenn es tatsächlich längere Phasen der Inaktivität gab. Diese automatisierten Anmeldungen helfen, das Konto glaubwürdig erscheinen zu lassen und den Angreifer davon zu überzeugen, dass es sich um einen regelmäßig genutzten Benutzerzugang handelt.
3. Verwenden von älteren Passwörtern
Verwenden Sie ein älteres Passwort für das Konto, das jedoch in der Vergangenheit bereits einige Male zurückgesetzt wurde. Es wirkt auffällig, wenn ein Konto seit über einem Jahrzehnt dasselbe Passwort verwendet, während andere privilegierte Konten regelmäßig zur Änderung ihrer Zugangsdaten gezwungen werden. Um die Authentizität weiter zu steigern, sollten Sie gezielt falsche Anmeldeversuche simulieren. Diese scheitern an der Eingabe eines falschen Passworts und erwecken so den Anschein, dass das Konto tatsächlich von einem Benutzer genutzt wird, der möglicherweise Schwierigkeiten mit der Anmeldung hat.
4. Keine ungewöhnlichen Eigenschaften auf den Honepot Konten aktivieren
Sollten Sie sich entscheiden, das Honeypot-Konto in eine privilegierte Gruppe aufzunehmen, achten Sie darauf, dass das Konto in allen relevanten Aspekten den anderen privilegierten Konten ähnelt und sich nicht durch ungewöhnliche Eigenschaften abhebt. Vermeiden Sie dabei auffällige Abweichungen bei den Zugriffsrechten, die misstrauisch machen könnten. Gleichzeitig ist es wichtig, die Privilegien des Kontos einzuschränken, um das Risiko zu minimieren. Sie können dies erreichen, indem Sie die Zugriffsrechte des Kontos auf bestimmte Geräte oder Anwendungen beschränken oder festlegen, dass Anmeldungen nur zu bestimmten Tageszeiten möglich sind. So lässt sich der Umfang der Aktivitäten kontrollieren, während das Konto dennoch wie ein regulärer, privilegierter Zugang wirkt.
5. Aktives Überwachen der Honepot Konten
Eine umfassende und gründliche Überwachung des Honeypot-Kontos ist unerlässlich, da sein primärer Zweck darin besteht, die Aktivitäten von Angreifern zu verfolgen und wertvolle Informationen über mögliche Bedrohungen zu sammeln. Ohne eine präzise Überwachung verliert das Honeypot-Konto jedoch seinen Nutzen, da es keine zuverlässigen Daten liefert. Durch eine lückenlose Beobachtung des Kontos können Sie feststellen, wann und wie ein Angreifer versucht, darauf zuzugreifen, und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheitslage zu verbessern.